Comments on: Bitte einmal Critical Whiteness-Workshops für alle! http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/ Mon, 25 Oct 2021 12:23:26 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Logbuch: 4. Juli 2012 ¦ Schichtstufen http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-786 Thu, 11 Apr 2013 11:43:24 +0000 http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-786 [...] Bitte einmal Critical Whiteness-Workshops für alle! [...] […] Bitte einmal Critical Whiteness-Workshops für alle! […]

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by: Bitte einmal Critical Whiteness-Workshops für alle! « Netzbibliothek http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-77 Thu, 12 Jul 2012 05:27:25 +0000 http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-77 [...] ganzer Beitrag hier EM, Faschismus, Fußball, Nationalismus, Nazis, Patriotismus, Rassismus GA_googleFillSlot("468x60_default"); [...] […] ganzer Beitrag hier EM, Faschismus, Fußball, Nationalismus, Nazis, Patriotismus, Rassismus GA_googleFillSlot(„468×60_default“); […]

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by: Tasse Kaffee http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-70 Sat, 07 Jul 2012 10:30:10 +0000 http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-70 "Wer das dennoch tut, reproduiziert das Ganze damit ja eigentlich nur." Ich denke, man dramatisiert es zugleich. Ebenso wie z.B. die Kategorie Geschlecht in den letzten Jahren eine Dramatisierung erfahren hat. Es ist praktisch genau das Gegenteil des Beabsichgten eingetreten. Der Fokus richtet sich immer mehr auf das Anderssein und enthebt die betr. Personen noch mehr der Alltäglichkeit. „Wer das dennoch tut, reproduiziert das Ganze damit ja eigentlich nur.“

Ich denke, man dramatisiert es zugleich. Ebenso wie z.B. die Kategorie Geschlecht in den letzten Jahren eine Dramatisierung erfahren hat. Es ist praktisch genau das Gegenteil des Beabsichgten eingetreten. Der Fokus richtet sich immer mehr auf das Anderssein und enthebt die betr. Personen noch mehr der Alltäglichkeit.

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by: Mädchenmannschaft » Blog Archive » Femgeeks, nervige Leser und ein feministisches Teenie-Magazin – die Blogschau http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-69 Sat, 07 Jul 2012 09:06:35 +0000 http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-69 [...] Italien hatte während der EM im Männer­fußball­spiel gegen Deutsch­land ge­punktet – und zwar gleich zwei Mal von Balotelli. Die Kommentare und Be­richt­erstattung zu seiner Jubelpose war danach durchwachsen: Von irgendwelchen komischen Analysen, warum er genau jene Pose einnahm bis zu vermeintlich lustigen Comics. post_gedanken erklärt, warum visuelle Ver­gleiche von Balotelli mit Godzilla und Pitti­platsch überhaupt nicht klar gehen und Viruletta fordert für alle Critical Whiteness Workshops. [...] […] Italien hatte während der EM im Männer­fußball­spiel gegen Deutsch­land ge­punktet – und zwar gleich zwei Mal von Balotelli. Die Kommentare und Be­richt­erstattung zu seiner Jubelpose war danach durchwachsen: Von irgendwelchen komischen Analysen, warum er genau jene Pose einnahm bis zu vermeintlich lustigen Comics. post_gedanken erklärt, warum visuelle Ver­gleiche von Balotelli mit Godzilla und Pitti­platsch überhaupt nicht klar gehen und Viruletta fordert für alle Critical Whiteness Workshops. […]

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by: Viruletta über Fußball, Rassismus und Balotelli « Rummotzen http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-65 Wed, 04 Jul 2012 23:54:56 +0000 http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-65 [...] Über den rassistischen Hass, der dem Fußballspieler Balotelli entgegenschlägt, schreibt Viruletta. [...] […] Über den rassistischen Hass, der dem Fußballspieler Balotelli entgegenschlägt, schreibt Viruletta. […]

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by: Matthias http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-61 Wed, 04 Jul 2012 17:30:15 +0000 http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-61 @Viruletta: Dass es diskriminierend gegenüber den Weißen wäre, habe ich um Himmels willen nicht gemeint! Ich meinte eher sowas wie - mal anderes Beispiel - mit einem Rollstuhlfahrer ganz langsam und deutlich zu sprechen oder immer ganz vorsichtig zu sein, nichts falsches zu sagen, weil man ja auf ihn Rücksicht nehmen und ihn schützen möchte. Was aber Scheiße für den Rollstuhlfahrer ist, da es ihn noch viel stärker in eine Sonderrolle stellt (könnte ich mir vorstellen). Dass diese Überlegung, wie dangerousbeans sagt, eine Mode ist, war mir nicht bewußt. Aber ihr habt vermutlich recht. Das gegenteilige Problem - Rassismus, Herablassung etc - ist einfach viel drängender. @Viruletta:

Dass es diskriminierend gegenüber den Weißen wäre, habe ich um Himmels willen nicht gemeint! Ich meinte eher sowas wie – mal anderes Beispiel – mit einem Rollstuhlfahrer ganz langsam und deutlich zu sprechen oder immer ganz vorsichtig zu sein, nichts falsches zu sagen, weil man ja auf ihn Rücksicht nehmen und ihn schützen möchte. Was aber Scheiße für den Rollstuhlfahrer ist, da es ihn noch viel stärker in eine Sonderrolle stellt (könnte ich mir vorstellen).

Dass diese Überlegung, wie dangerousbeans sagt, eine Mode ist, war mir nicht bewußt. Aber ihr habt vermutlich recht. Das gegenteilige Problem – Rassismus, Herablassung etc – ist einfach viel drängender.

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by: Logbuch: 4. Juli 2012 « Schichtstufen http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-60 Wed, 04 Jul 2012 16:38:06 +0000 http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-60 [...] Bitte einmal Critical Whiteness-Workshops für alle! [...] […] Bitte einmal Critical Whiteness-Workshops für alle! […]

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by: viruletta http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-58 Wed, 04 Jul 2012 14:48:22 +0000 http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-58 Achso, ja, dann sind wir uns einig. :) Achso, ja, dann sind wir uns einig. :)

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by: dangerousbeans http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-57 Wed, 04 Jul 2012 14:20:56 +0000 http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-57 Hallo Viruletta, ich gehe da vollkommen d'accord. Meine Frage zielte eigentlich v.a. in die Richtung, dass ich generell mit humoristischen Eskapaden, die primär auf die Äußerlichkeiten bzw. auf den Körper von Menschen abzielen, nichts anfangen kann. Insofern stellte ich mir die Frage, ob das überhaupt sein muss - wobei dieser spezielle Fall aufgrund des rassistischen Gehalts natürlich noch ein Stück widerlicher ist. Der zweite Teil meines Posts bezog sich auf Matthias' Anmerkung "[...]ob es nicht auch rassistisch ist, von visuellen Pittiplatsch-Balotelli-Vergleichen abzusehen, nur weil er schwarz ist." Auch wenn das hier als Frage formuliert war, finde ich diese Herangehensweise problematisch. Es ist ja mittlerweile beinahe schon ein bischen in Mode gekommen (mein Eindruck!), einerseits das Auslassen diskriminierender Witze bspw. als wiederum diskriminierend zu bezeichnen (So im Stile von: Wenn wir uns nicht über die körperliche Beschaffenheit "der Schwarzen" lustig machen, substrahieren wir sie doch erst recht aus der Mehrheitsgesellschaft raus...), andererseits sich in allen möglichen Post-Szenarien reinzufantasieren: Post-Race, Post-Gender etc. Das geht dann einher mit der steilen These, dass dieser ganze unterdrückende, normalisierende, diskriminierende Mist ja eigentlich schon überwunden sei und deshalb auch nicht weiter thematisiert werden müsse: Wer das dennoch tut, reproduiziert das Ganze damit ja eigentlich nur. Letzterer Punkt stand so natürlich nicht in dem Post drin, ist aber bis zu einem gewissen Grad fast schon notwendige Vorraussetzung, um sich in einer Situation zu wähnen, in der wir ungeachtet der rassistischen Tradition dieser Gesellschaft ganz unschuldig Witze übereinander reissen können. Hallo Viruletta,

ich gehe da vollkommen d‘accord. Meine Frage zielte eigentlich v.a. in die Richtung, dass ich generell mit humoristischen Eskapaden, die primär auf die Äußerlichkeiten bzw. auf den Körper von Menschen abzielen, nichts anfangen kann. Insofern stellte ich mir die Frage, ob das überhaupt sein muss – wobei dieser spezielle Fall aufgrund des rassistischen Gehalts natürlich noch ein Stück widerlicher ist.

Der zweite Teil meines Posts bezog sich auf Matthias‘ Anmerkung „[…]ob es nicht auch rassistisch ist, von visuellen Pittiplatsch-Balotelli-Vergleichen abzusehen, nur weil er schwarz ist.“ Auch wenn das hier als Frage formuliert war, finde ich diese Herangehensweise problematisch. Es ist ja mittlerweile beinahe schon ein bischen in Mode gekommen (mein Eindruck!), einerseits das Auslassen diskriminierender Witze bspw. als wiederum diskriminierend zu bezeichnen (So im Stile von: Wenn wir uns nicht über die körperliche Beschaffenheit „der Schwarzen“ lustig machen, substrahieren wir sie doch erst recht aus der Mehrheitsgesellschaft raus…), andererseits sich in allen möglichen Post-Szenarien reinzufantasieren: Post-Race, Post-Gender etc. Das geht dann einher mit der steilen These, dass dieser ganze unterdrückende, normalisierende, diskriminierende Mist ja eigentlich schon überwunden sei und deshalb auch nicht weiter thematisiert werden müsse: Wer das dennoch tut, reproduiziert das Ganze damit ja eigentlich nur.

Letzterer Punkt stand so natürlich nicht in dem Post drin, ist aber bis zu einem gewissen Grad fast schon notwendige Vorraussetzung, um sich in einer Situation zu wähnen, in der wir ungeachtet der rassistischen Tradition dieser Gesellschaft ganz unschuldig Witze übereinander reissen können.

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by: viruletta http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-55 Wed, 04 Jul 2012 12:53:27 +0000 http://viruletta.blogsport.de/2012/07/04/bitte-einmal-critical-whiteness-workshops-fuer-alle/#comment-55 <strong>dangerousbeans</strong>, ich bin nicht der Meinung, dass eine wie auch immer geartete Ähnlichkeit "ausgeschlachtet" werden sollte. Ich denke nur, dass dies auf unterschiedlichen Ebenen geschehen kann und im Fall von Balotelli eben auf der rassistischen Ebene geschieht, weil das eine Ebene ist, auf der Balotelli "angreifbar" erscheint. Verstehst du, was ich sagen will? Ich halte die Vergleiche nicht für zufällig oder willkürlich sondern sehe dahinter eine Positionierung, in der Schwarz = Schwäche gesetzt wird. Das hier: <blockquote>Darüber hinaus erscheint mir die Annahme, Rassismen würden von eben denen reproduziert, die auf ihr Vorhandensein hinweisen, als eine geradezu bizarre Verdrehung der Realität. Der ganze Müll hört nicht davon auf, dass wir ihn brav ignorieren und uns in einer post-rassistischen Gesellschaft wähnen.</blockquote> verstehe ich allerdings nicht, kannst du das bitte nochmal erklären bzw. den Bezug zu meinem Post/ den bisherigen Kommentaren herstellen? <strong>Matthias</strong>, wie oben schon geschrieben: nein, ich halte es nicht für okay, ich finde Wettkampfsport an sich bescheuert, aber dann wäre es eben nicht mehr rassistisch. Vielleicht hätten wir dann einen anderen Ismus, Look- oder Klassismus oder ganz was anderes. Was den Rest angeht: Wir reden ja von einer Situation, die von vornherein asymmetrisch ist, da die eine Seite mit Privilegien ausgestattet ist und die andere nicht. Aus dem Kontext gerissen wirkt mein Satz komisch, das gebe ich zu. Ich habe aus deinem ersten Kommentar rausgelesen, dass du es für rassistisch gegenüber weißen Spielern halten würdest, Balotelli eine Sonderstellung einzuräumen und dabei außen vor lässt, <em>dass er die ja bereits hat.</em> Mir geht es darum, eigene Privilegien zu reflektieren und mich vor solchen Vergleichen zu fragen, aus welcher Position heraus ich hier gerade Witze mache oder Vergleiche ziehe und es dann gegebenfalls zu lassen, sofern ich feststelle, dass das Verhältnis von vornherein asymmetrisch ist. Herrschaftsverhältnisse auszublenden bringt einfach gar nichts und ist genauso emanzipativ wie zu sagen: "Geschlecht ist ein Konstrukt. Jetzt, wo uns das allen klar ist, brauchen wir Frauen* nicht mehr fördern/ unterstützen/ schützen". Aber wenn solche Ungleichheiten nicht thematisiert werden, dann können sie auch nicht abgebaut werden. Privilegien verschwinden nicht im Nichts, sie müssen zunächst einmal als solche anerkannt werden und dann sollte nach Wegen gesucht werden, sie auszugleichen und dann letzten Endes abzubauen. <strong>Risto</strong>, ich muss zugeben, dass ich mich eigentlich gar nicht für Fußball interessiere und den ganzen Wirbel um Balotelli erst durch Facebook und die Medien mitbekommen habe. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es daran liegt, dass er sich eben nicht verhält, wie es insbesondere von einem Schwarzen Spieler erwartet wird. Er biedert sich nicht an, er ordnet sich nicht unter, im Gegenteil, er ist stolz und betrachtet seine Erfolge als eigene Leistung, die er niemenschen außer sich selbst zu verdanken hat. Außerdem thematisiert er Rassismus, bringt also etwas an die Öffentlichkeit, was lieber totgeschwiegen und tabuisiert wird. Er wagt es, seine Gegenüber zu kritisieren und sich ein positives Selbstbild zu bewahren, und das obwohl er alltäglich mit Versuchen zu kämpfen hat, die darauf abzielen ihn einzuschüchtern und seine Integrität zu untergraben. Er bricht einfach zu viele ungeschriebene Gesetze, wie du ja auch nochmal aufgeführt hast. Sowas darf ein Fußballspieler sich eben nicht erlauben und schon gar nicht ein Schwarzer. dangerousbeans, ich bin nicht der Meinung, dass eine wie auch immer geartete Ähnlichkeit „ausgeschlachtet“ werden sollte. Ich denke nur, dass dies auf unterschiedlichen Ebenen geschehen kann und im Fall von Balotelli eben auf der rassistischen Ebene geschieht, weil das eine Ebene ist, auf der Balotelli „angreifbar“ erscheint. Verstehst du, was ich sagen will? Ich halte die Vergleiche nicht für zufällig oder willkürlich sondern sehe dahinter eine Positionierung, in der Schwarz = Schwäche gesetzt wird.
Das hier:
Darüber hinaus erscheint mir die Annahme, Rassismen würden von eben denen reproduziert, die auf ihr Vorhandensein hinweisen, als eine geradezu bizarre Verdrehung der Realität. Der ganze Müll hört nicht davon auf, dass wir ihn brav ignorieren und uns in einer post-rassistischen Gesellschaft wähnen.

verstehe ich allerdings nicht, kannst du das bitte nochmal erklären bzw. den Bezug zu meinem Post/ den bisherigen Kommentaren herstellen?

Matthias, wie oben schon geschrieben: nein, ich halte es nicht für okay, ich finde Wettkampfsport an sich bescheuert, aber dann wäre es eben nicht mehr rassistisch. Vielleicht hätten wir dann einen anderen Ismus, Look- oder Klassismus oder ganz was anderes.
Was den Rest angeht: Wir reden ja von einer Situation, die von vornherein asymmetrisch ist, da die eine Seite mit Privilegien ausgestattet ist und die andere nicht. Aus dem Kontext gerissen wirkt mein Satz komisch, das gebe ich zu. Ich habe aus deinem ersten Kommentar rausgelesen, dass du es für rassistisch gegenüber weißen Spielern halten würdest, Balotelli eine Sonderstellung einzuräumen und dabei außen vor lässt, dass er die ja bereits hat. Mir geht es darum, eigene Privilegien zu reflektieren und mich vor solchen Vergleichen zu fragen, aus welcher Position heraus ich hier gerade Witze mache oder Vergleiche ziehe und es dann gegebenfalls zu lassen, sofern ich feststelle, dass das Verhältnis von vornherein asymmetrisch ist. Herrschaftsverhältnisse auszublenden bringt einfach gar nichts und ist genauso emanzipativ wie zu sagen: „Geschlecht ist ein Konstrukt. Jetzt, wo uns das allen klar ist, brauchen wir Frauen* nicht mehr fördern/ unterstützen/ schützen“. Aber wenn solche Ungleichheiten nicht thematisiert werden, dann können sie auch nicht abgebaut werden. Privilegien verschwinden nicht im Nichts, sie müssen zunächst einmal als solche anerkannt werden und dann sollte nach Wegen gesucht werden, sie auszugleichen und dann letzten Endes abzubauen.

Risto, ich muss zugeben, dass ich mich eigentlich gar nicht für Fußball interessiere und den ganzen Wirbel um Balotelli erst durch Facebook und die Medien mitbekommen habe. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es daran liegt, dass er sich eben nicht verhält, wie es insbesondere von einem Schwarzen Spieler erwartet wird. Er biedert sich nicht an, er ordnet sich nicht unter, im Gegenteil, er ist stolz und betrachtet seine Erfolge als eigene Leistung, die er niemenschen außer sich selbst zu verdanken hat. Außerdem thematisiert er Rassismus, bringt also etwas an die Öffentlichkeit, was lieber totgeschwiegen und tabuisiert wird. Er wagt es, seine Gegenüber zu kritisieren und sich ein positives Selbstbild zu bewahren, und das obwohl er alltäglich mit Versuchen zu kämpfen hat, die darauf abzielen ihn einzuschüchtern und seine Integrität zu untergraben. Er bricht einfach zu viele ungeschriebene Gesetze, wie du ja auch nochmal aufgeführt hast. Sowas darf ein Fußballspieler sich eben nicht erlauben und schon gar nicht ein Schwarzer.

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